Frontpage Slideshow | Copyright © 2006-2012 JoomlaWorks Ltd.

Facebook Info

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Facebook-Seite Sportfreunde Handball

über den Slider am rechten Bildrand

 

oder über https://www.facebook.com/sportfreunde.handball

 

 

Transferkracher: Erstliga-Spielerin Anika Kilian wechselt zu den Sportfreunden

Anika_Kilian_700_IMG_5752.jpgDie wurfgewaltige, 1,78 Meter große Linkshänderin Anika Kilian wechselt aus der Ersten Handball-Bundesliga zu den DJK Sportfreunden Budenheim. Foto: Sportfreunde Budenheim / Finnian Lutze

„Ich will in Budenheim den Spaß am Handball wiederfinden“
Sportfreunde Budenheim stellen mit 19-jähriger Top-Spielerin Anika Kilian ersten Neuzugang vor

Noch vor zwei Monaten steckten die Oberliga-Handballerinnen der Sportfreunde Budenheim im tiefsten Abstiegskampf. Der durch die Corona-Pandemie bedingte Saisonabbruch hat nun dazu geführt, dass die Sportfreundinnen die Klasse halten werden. Das Thema Abstieg sollte damit passé sein – und zwar dauerhaft. Nachdem bereits Marcus Quilitzsch seine Ehefrau Diana künftig im Trainerteam unterstützen wird, haben die Sportfreunde Budenheim nun auch ihren Spielerinnenkader spektakulär verstärkt – mit gleich vier hochkarätigen Neuzugängen, die wir in den kommenden Tagen vorstellen werden. Den Anfang macht die wurfgewaltige Linkshänderin Anika Kilian, die heute ihren 19. Geburtstag feiert. Das Top-Talent besuchte das renommierte Handballinternat der HSG Blomberg, ehe sie mit ihrem Freund Finnian Lutze, der sich in der männlichen Oberligamannschaft der Sportfreunde Budenheim schnell zum Leistungsträger entwickelt hat, vor einem Jahr nach Mainz zog und hier Bundesligaerfahrung sammeln konnte. Im Interview erzählt sie, warum der Wechsel in die vierte Liga der richtige Weg für sie ist – und welche ehrgeizigen Ziele sie mit den Sportfreundinnen hat.

Der Sportfreund: Herzlich willkommen, Anika, und herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Wir freuen uns, mit Dir eine neue Spielerin bei den Sportfreunden Budenheim begrüßen zu dürfen, die in der vergangenen Saison noch im Kader eines Erstligisten gestanden hat. Warum hast Du Dich für den Wechsel entschieden?


Anika Kilian: Vielen Dank! Im vergangenen Jahr habe ich gemerkt, dass ich Handball nicht mehr auf diesem Niveau und mit dem damit verbundenen großen Zeitaufwand betreiben möchte. Ich stand die vergangenen fünf Jahre fast täglich in der Halle und wollte das jetzt ein bisschen reduzieren. Zudem ist mir der Spaß am Handball in der vergangenen Zeit etwas abhandengekommen. Ich bin davon überzeugt, dass ich die Freude an meinem Lieblingssport in Budenheim wiederfinden werde.

Steckbrief Anika Kilian

Geboren: 23. April 2001 in Bensheim
Aufgewachsen in Zwingenberg
Größe: 1,78 Meter
Hobbys: Sport generell 
Beruf: Studentin (Innenarchitektur, 1. Semester an der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden)
Wurfhand: links
Position: Rückraum rechts, Rückraum Mitte
Bisherige Vereine: HSG Bensheim-Auerbach, TSG Ketsch, HSG Blomberg-Lippe, Mainz 05

Fra

 

In der vergangenen Saison bist Du unter anderem im Pokalspiel gegen den Deutschen Meister Bietigheim aufgelaufen – wie war das für Dich?

Anika Kilian: Das ist ein ganz besonderes Gefühl. In so einem Team spielen Weltklasse-Handballerinnen, die ich schon als kleines Kind aus dem Fernsehen gekannt habe. Gegen solche gestandene Nationalspielerinnen auf der Platte zu stehen – das erlebt man nicht so oft.

Der Sportfreund: Und Du hast ein Tor geworfen – konntest Du es genießen oder hieß es sofort: „Abhaken und auf die Abwehr konzentrieren?“

Anika Kilian: Da wir zu dem Zeitpunkt schon weit hinten lagen und keine reelle Chance mehr hatten zu gewinnen, konnte ich es schon irgendwie kurz genießen. Natürlich bleibt es aber dennoch nicht aus, schnell zurückzulaufen und sich wieder in die Abwehr zu stellen, sonst wird man von solchen Spielerinnen schnell ausgetanzt (lacht).

Der Sportfreund: Was waren die weiteren Höhepunkte in Deiner bisherigen Laufbahn?

Anika Kilian: Die Jahre davor habe ich noch in der Jugend gespielt. Da gibt es immer mal wieder kleinere Höhepunkte: Beispielsweise ein deutscher Meisterschaftstitel mit der westfälischen Landesauswahl des Jahrgangs 2000, und im darauffolgenden Jahr die Vizemeisterschaft mit meinem Jahrgang 2001. In der Endrunde um die Deutsche B-Jugend-Meisterschaft und in der Jugendbundesliga Handball mit der Blomberger A-Jugend mitzuspielen, waren ebenfalls großartige Ereignisse – auch wenn wir leider nie einen Titel holen konnten.

Der Sportfreund: Demnach warst Du 2016 nicht dabei, als die damalige B-Jugend der HSG Blomberg in der Budenheimer Waldsporthalle Deutscher Meister und die Budenheimer B-Jugend Meisterschafts-Dritter wurde?

Anika Kilian: Nein, damals habe ich noch mein zweites C-Jugendjahr bei den Kurpfalzbären in Ketsch gespielt. Ich bin dann erst kurz danach, im Sommer 2016 nach Blomberg auf das Internat gewechselt. Das Spiel habe ich aber trotzdem gesehen, allerdings damals noch von der Tribüne aus bei den Blomberger Fans – heute würde ich mich natürlich anders positionieren (lacht).

Der Sportfreund: Damals war Deine Entscheidung sicherlich richtig, das Blomberger Team mit Patricia Lazarevic und Munia Smits hat sensationell gespielt. – Angefangen mit Handball hast Du Dank Deines Bruders beim südhessischen Verein TuS Zwingenberg an der Bergstraße. Wie kam es dazu?

Anika Kilian: Genau, mein älterer Bruder war bereits Spieler dort, und die Handballhalle war nicht weit weg von meinem Zuhause und meiner Grundschule. Damals, mit fünf Jahren, habe ich diesen Sport dann mit zwei Grundschulfreundinnen ausprobiert, und es hat mir großen Spaß gemacht.

Der Sportfreund: Deine Entwicklung ging danach rasend schnell: In der E-Jugend bist Du bereits zum benachbarten Top-Klub HSG Bensheim-Auerbach gewechselt, der inzwischen als „Flames“ in der Bundesliga spielt. Wer hat Dein Talent entdeckt?

Anika Kilian: Puh schwierige Frage. Ich habe schon in der E-Jugend viele Tore geworfen, doch dabei hat mir auch sehr geholfen, dass ich deutlich größer als die meisten anderen Spielerinnen war. In der D-Jugend wurde mein Talent so richtig entdeckt. Damals war Claudia Richter meine Trainerin, sie hat mir viel vermittelt. Ich habe dann relativ früh in meinem ersten D-Jugend-Jahr schon in der von Rudi Frank trainierten C-Jugend mitspielen dürfen und dadurch einige Erfahrungen sammeln können. Später wurde man dann ja auch von der Bezirksauswahl in die Hessenauswahl, bzw. später in die Baden- und Westfalenauswahl berufen.

 

Der Sportfreund: Danach gings es im „echten“ C-Jugend-Alter zum – ebenfalls Bundesliga-Nachwuchs – der Kurpfalz-Bären nach Ketsch. Und von dort nach ab der B-Jugend, kurz nachdem Du 15 geworden warst, ins Handball-Internat der HSG Blomberg – knapp vier Autostunden von Deiner Heimat Zwingenberg entfernt. Wie war es im Rückblick, dem Handball schon in so früher Jugend alles unterzuordnen?

Anika Kilian: Damals wollte ich es unbedingt. Als ich dann da war, habe ich schnell gemerkt, dass es nicht so einfach ist. Neben dem Handball mussten wir mit 15 Jahren lernen, unseren Haushalt komplett selbst zu organisieren, zu waschen, zu kochen, putzen und Hausaufgaben zu machen. Dazu kamen dann täglich ein bis zwei Trainingseinheiten. Mit den vier Stunden Entfernung musste ich auch erst einmal lernen zurechtkommen: Es kam nicht selten vor, dass ich meine Familie zwei bis drei Monate nicht sehen konnte, das war besonders am Anfang nicht so einfach. Aber rückblickend war es für mich trotzdem der richtige Weg. Ich bin dadurch früh selbstständig geworden und habe gelernt, alles unter einen Hut zu bekommen. Auch handballerisch hat es mich enorm weitergebracht. Obwohl es manchmal viel war, hatten wir doch auch viel Spaß, und es hat den Charakter gestärkt. Ich habe zwar viel untergeordnet, um mit dem Handball voran zu kommen, aber ich habe am Ende auch viel zurückbekommen.

Der Sportfreund: Also würdest Du Dich mit Deinem Wissen von heute als 14-jährige noch einmal entscheiden, aufs Handballinternat zu wechseln?

Anika Kilian: Eigentlich schon, ja. Ich habe zwar viele Momente mit der Familie verpasst und ein anderes Leben als die Jugendlichen im gleichen Alter geführt, aber am Ende hat es sich gelohnt. Dadurch dass ich früh auf mich allein gestellt war, habe ich zum Beispiel viel früher gelernt, meinen Alltag zu strukturieren. Außerdem hätte ich sonst ja auch Finnian nie kennengelernt (lacht).

Der Sportfreund: Wie habt Ihr Euch kennengelernt?

Anika Kilian: Wir sind eigentlich ganz klassisch über den Handball in Kontakt gekommen. Ich war damals schon knapp ein Jahr in Blomberg auf dem Internat, Finnian hat damals noch in Hannover-Burgdorf gespielt, hatte aber schon den Wechsel auf das Internat nach Lemgo im Sommer geplant, noch bevor wir zusammenkamen. Blomberg und Lemgo liegen nur gut 20 Kilometer auseinander – und so sind wir durch unsere Internatszeit zusammengekommen, was jetzt auch schon bald drei Jahre her ist.

Der Sportfreund: Der Wechsel zum Bundesliga-Aufsteiger im vergangenen Jahr war nach dem Ende Deiner Jugendhandballzeit schon fast die logische Konsequenz – auch um Deiner Familie wieder näher zu sein, wie Du damals diesen Schritt begründet hast. Wie hast Du Deine erste „Vollzeit“-Aktivensaison erlebt?

Anika Kilian: Mir macht der Handball im Aktivenbereich generell mehr Spaß. Bei Mainz die Saison dabei gewesen zu sein, war auf jeden Fall eine gute Erfahrung, auch wenn es als Aufsteiger nie ganz einfach ist, in dieser Liga zu bestehen.

Der Sportfreund: Was gefällt Dir am Erwachsenenhandball besser als am Jugendhandball?

Anika Kilian: Er ist viel körperbetonter, und das Alter spielt nicht mehr eine so große Rolle. In der Jugend wird im Leistungsbereich oft zwischen Spielern, die zwei, drei Jahre jünger oder älter sind, stark unterschieden. Außerdem hat man bei den Aktiven ganz andere Ziele: Das Team will gemeinsam aufzusteigen oder den Abstieg verhindern, das gibt dem Ganzen ein ganz anderes Flair als in der Jugend erlebt habe. Da ging es nur darum, dass sich die einzelnen Spieler weiterentwickeln.

Der Sportfreund: In der vergangenen Saison hast Du mit einer guten Spielübersicht geglänzt – was sind Deine weiteren Stärken, und an welchen Schwächen willst Du noch arbeiten?

Anika Kilian: In der Tat zähle ich die Spielübersicht zu meinen Stärken, aber auch meinen Schlagwurf und meine Anspiele an den Kreis. Arbeiten würde ich gerne noch etwas an meiner Schnelligkeit und Sprungkraft.

Der Sportfreund: Nun hast Du Dich erstmals in Deiner Handballkarriere entschieden, ein, zwei Schritte zurück zu gehen. Hand aufs Herz: Wie schwer ist Dir diese Entscheidung gefallen?

Anika Kilian: Sehr schwer. Ich bin diese ganzen Schritte gegangen – Nachwuchsleistungszentren, Internat, Auswahlen und so weiter – und habe fast nichts anderes mehr gemacht als den ganzen Tag in der Halle zu stehen. Dann ist das echt schwierig. Ich habe auch sehr lange darüber nachgedacht, aber ich denke, das ist jetzt der richtige Schritt für mich.

Der Sportfreund: Du sagtest ganz am Anfang, dass Du den ‚Spaß am Handball‘ wiederfinden willst. Warum sind die Sportfreunde Budenheim dafür der richtige Verein?

Anika Kilian: Ich weiß das durch Finnian: Ich bekomme ja ständig mit, wie es in Budenheim abläuft und auch, wie viel Spaß er an der Sache dort hat. Zudem hat mir die Atmosphäre dort auch immer gut gefallen, wenn ich in der Halle war. Schließlich haben mich die Gespräche mit dem Trainer-Duo Diana und Marcus Quilitzsch überzeugt. Auch von vielen anderen habe ich schon gehört, dass sie sehr gute Trainer sind, dass sie aber auch den Spaß in der Vorbereitung oder im Training nicht zu kurz kommen lassen. Die Mischung aus Spaß, viel spielen und dem ganzen Drumherum macht’s.

Und das sagt das Trainer-Duo Diana und Marcus Quilitzsch:

„Wir freuen uns sehr über die Verpflichtung, da Anika eine sehr talentierte Spielerin ist, die im Handballinternat der HSG Blomberg/Lippe eine super Entwicklung gemacht hat. Sie ist Linkshänderin, verfügt mit 1,78 Metern Körpergröße über ein Gardemaß für den Rückraum und ist zudem sehr athletisch und torgefährlich. In der Defensive und in der Offensive wird sie eine große Unterstützung sein. Zudem passt Anika vom Typ und Alter wunderbar ins Team.“



Der Sportfreund: In dieser Spielzeit konnten die Budenheimer Sportfreundinnen mit ihrer extrem jungen Mannschaft und dem aus der Vorsaison mitgenommenem Verletzungspech vermutlich nur wegen dem Saisonabbruch den Abstieg aus der Oberliga verhindern. Was denkst Du: Welche Rolle werden die Sportfreunde Budenheim in der kommenden Saison spielen?


Anika Kilian: Ja, die vergangene Saison lief sehr unglücklich. Trotzdem haben wir jetzt die Chance, weiter in der Oberliga zu spielen. Ich bin zuversichtlich, dass, je nachdem in welchem Modus die nächste Saison gespielt wird, wir uns auf jeden Fall in der Oberliga etablieren können. Ich freue mich schon darauf, wenn wir endlich wieder in die Waldsporthalle dürfen und es los geht. Das Ziel wird sein, in dieser Saison mit mindestens vier Neuzugängen und zudem Marcus Quilitzsch als zusätzlichem Trainer, gemeinsam als Team zu reifen. Wir werden Erfolge haben und mit ihnen wachsen. Und früher oder später werden wir den Aufstieg ins Visier nehmen.

Der Sportfreund: So schnell geht das – eben noch dem Abstieg von der Schippe gesprungen – und jetzt lautet das perspektivische Ziel „Dritten Bundesliga“?

Anika Kilian: Ja, so ist das – warum denn nicht! (lacht)


Das Interview führte Ingo Fischer.



Mehr

"Will den Spaß am Handball wiederfinden" (Handball-World, 25. April 2020)
Eben noch Tabellenletzter - bald schon ein Kandidat für die vordersten Plätze
(Sport aus Mainz, 23. April 2020)
Anika Kilian wechselt von den Dynamites nach Budenheim (Allgemeine Zeitung, 24. April 2020)
Neuzugänge #2 und #3 vorgestellt: Dorina Nahm und Theresa Horstmann kommen zurück (27. April 2020)
Neuzugang #4 - Paula Stommel: "Ich gebe immer 100 Prozent!" (30. April 2020)
Oberligist Sportfreunde Budenheim holt Spielerinnen aus höheren Klassen (Allgemeine Zeitung, 4. Mai 2020)

Damen I stellen Weichen für die Zukunft: Quilitzsch bleibt - Quilitzsch kommt
(18. Februar 2020)
"Ich will Teil des Budenheimer Erfolgs sein" - Neuzugang Finnian Lutze im Interview (26. Juni 2019)

Hygienekonzept

Hygiene-Bild 

 

 

 

Saisonheft 2019/2020

Saisonheft 19 20 Cover

Die SFB-App

App_Werbung_2.jpg

Wer ist online

Aktuell sind 22 Gäste und keine Mitglieder online

© Copyright “2020” DJK Sportfreunde Budenheim, Abt. Handball www.sportfreunde-handball.de


Joomla template by ByJoomla.com