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Neuzugang #5 - Carla Schurich: 110 Prozent Emotion

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„Wer mir ins Gesicht guckt, sieht sofort, was ich denke“, sagt Carla Schurich über sich. Foto: Sportfreunde Budenheim

110 Prozent Emotion
Sportfreunde Budenheim stellen Neuzugang Nummer fünf vor: Carla Schurich

Mit einer weiteren Linkshänderin stellen die Sportfreunde Budenheim ihren bereits fünften Neuzugang vor: Die pfeilschnelle Carla Schurich, die erst vor wenigen Monaten souverän die Oberligameisterschaft mit der HSG Wittlich gewann, wird künftig nicht nur für mächtig Tempo auf der rechten Außenbahn sorgen – sondern auch für eine hochemotionale, mitreißende Stimmung in der Waldsporthalle. Im Interview spricht die 21-jährige Jurastudentin über ihre „große Klappe“, Rauscherlebnisse mit der Mannschaft und Apfelsaftschorle im Verhältnis 2:1 nach dem Training.


Der Sportfreund: Carla, wir beginnen das Interview mit einer kleinen Quizfrage: Wenn zwei spielerisch exakt gleichstarke Handballteams aufeinandertreffen – welche der beiden Mannschaften wird dann gewinnen?


Carla Schurich: Die, die den stärkeren Willen hat und sich richtig emotional in einen Rausch spielen kann.

Der Sportfreund: Das war das Stichwort: Du beschreibst Dich selbst als sehr emotionale Spielerin. Wie äußert sich das genau?


Carla Schurich: Ich bin mit 21 Jahren noch eine sehr junge Spielerin, und da lenken Emotionen noch stark den Spielverlauf. Ich musste lernen, den Kopf nicht hängen zu lassen, wenn mal zwei, drei Bälle vorbei gehen. Auf der anderen Seite freue ich mich über jedes geworfene Tor, egal ob von mir oder meinen Teammitgliedern. Und noch wichtiger ist es, sich für jeden Ball zu begeistern, den die Abwehr gewinnt, da wir dadurch einfache Tore machen können. Mein Team und auch ich als Person müssen auf dem Spielfeld immer ausstrahlen und zu verstehen geben, dass wir es sind, die gerade emotional mehr auf der Höhe sind. Wir müssen jede Spielerin pushen – nicht nur auf dem Spielfeld, sondern gerade auch von der Bank aus – und uns dadurch gemeinsam in einen Rausch spielen. Dann drücken wir unseren Gegnerinnen unser Spiel auf.

Der Sportfreund: Emotionalität ist also Dein Markenzeichen. Welche weiteren Stärken hast Du?

Carla Schurich: Ich gehe über meine Grenzen und laufe auch noch den letzten Gegenstoß, obwohl ich eigentlich nicht mehr kann. Es ist zudem eine meiner Stärken, selbstbewusst aufzutreten und auch zu sagen, wenn mich etwas stört. Ich bin da lieber ehrlich und direkt statt hintenrum.

Der Sportfreund: Und wo liegen Deine Schwächen?

Carla Schurich: Meine Schwäche ist, nicht zu wissen, wann ich besser die Klappe halte.

Der Sportfreund: Du trägst Konflikte also mit offenem Visier aus?

Carla Schurich: Ja, wenn es heiß hergeht, können wir uns auch mal anschreien. Aber danach ist die Sache für mich erledigt, und wir sind wieder Freunde. Es ist eine weitere Stärke von mir, dass ich nicht nachtragend bin. Eine weitere Schwäche ist jedoch ganz klar, dass ich meine Emotionen nicht verdecken kann: Wer mir ins Gesicht guckt, weiß direkt, was ich denke. Das ist zwar nicht unbedingt immer schlecht, aber es ist auch nicht immer förderlich.

Der Sportfreund: Wann hast Du das letzte Mal etwas gesagt, das Du gleich danach bereut hast?

Carla Schurich: Das war neulich bei einem Testspiel, als ich emotional ohnehin nicht gut drauf war. Da gingen zwei oder drei Heber daneben, woraufhin mich mein Trainer angemeckert hat, dass der nächste Wurf am Kopf der Torfrau vorbei gehen soll. Mein nächster Wurf ging dann tatsächlich am Kopf vorbei, traf aber nur die Latte. Als sich mein Trainer über den erneuten vermeintlichen Heber aufgeregt hat, habe ich mit meiner großen Klappe über das gesamte Spielfeld erwidert, dass das ja gar keiner war, sondern ein Roller. Und so etwas darf auf dem Spielfeld nicht passieren, da es nur Unruhe ins eigene Spiel bringt.

 

Steckbrief Carla Schurich

Geboren: 16. Februar 1999 in Mülheim an der Ruhr
Aufgewachsen in Bensheim und Bernkastel-Kues
Größe: 165,5 Zentimeter
Wurfhand: links

Position: Rechtsaußen
Interessen/Hobbys außer Handball: Essen, Essen, Essen
Beruf: Studentin (Jura)
Bisherige Vereine: HSG Bensheim/ Auerbach; HSG Wittlich
Spitznamen: Carl, Carlo



Der Sportfreund: Was sind Deine handballerischen Spezialitäten als Rechtsaußen?

Carla Schurich: Eindeutig der Gegenstoß! Auf der Außenposition bist du ein Spieler, der auf den Ball warten muss, aber wenn du dir Würfe nimmst, solltest du auch eine gute Trefferquote haben. Was auch nicht ganz schlecht ist, ist mein Eins-gegen-Eins, was ich mich auf der Außenposition aber noch zu wenig traue und was ich im Spiel ausbauen müsste.

Der Sportfreund: Du hast mit zwölf Jahren erst relativ spät mit dem Handballspielen begonnen – wie kam es dazu?

Carla Schurich: Ich habe zunächst Ballett gemacht und war Leistungsturnerin, ehe ich auf der weiterführenden Schule mit Leichtathletik angefangen habe. Für Ballsportarten habe ich mich lange Zeit nicht interessiert, weil ich einfach nicht werfen konnte. Aber alle meine Freundinnen waren dann in der Handballmannschaft und haben immer so coole Storys erzählt, dass ich dann doch mal in ein Probetraining mitgegangen bin. Es lief super gut, sodass sie unbedingt wollten, dass ich nochmal komme. Und zu meinem Glück hatte ich dann eine richtig gute Trainerin, die mich super ausgebildet hat in der D-Jugend und mir sehr viel mit auf den Weg gegeben hat - auf diesem Weg ein Dankeschön an Claudia Richter!

Der Sportfreund: Das war bei der HSG Bensheim-Auerbach.

Carla Schurich: Genau! Da habe ich übrigens auch schon mit Anika Kilian [ebenfalls Budenheimer Neuzugang vom Bundesligisten Mainz 05, Anm. der Red.] im Handball-Leistungszentrum trainiert.

Der Sportfreund: Hat das eine Rolle für Deine Entscheidung gespielt, jetzt nach Budenheim zu wechseln?

Carla Schurich: Weniger, Anika und ich haben in Bensheim nur etwa fünf Mal zusammen trainiert und uns dabei nicht richtig gut kennengelernt. Kurz danach bin ich dann ja auch schon mit meinen Eltern umgezogen und zur HSG Wittlich gewechselt.

Der Sportfreund: Dort hast Du erst vor wenigen Monaten Deinen bislang größten Erfolg als Handballerin gefeiert: Die souveräne Meisterschaft in der Oberliga RPS und den damit verbundenen Aufstieg in die Dritte Bundesliga. Wie hast Du die vergangene Saison erlebt?

Carla Schurich: Sie war einfach nur geil! Auch wenn ich den Verein jetzt leider verlassen musste, habe ich eine super geile letzte Saison erlebt, die mir gezeigt hat, wie wichtig die Unterstützung von der Bank und auf dem Spielfeld ist, wo jeder für jeden gekämpft hat, wo wir unsere emotionale Stärke in den letzten zehn Minuten ausspielen konnten und dadurch viele Spiel gewinnen konnten. Wir hatten natürlich deutlich mehr Erfolge als Niederlagen, und Erfolge bringen auch eine positive Grundstimmung. Wir sind als Team so stark zusammengewachsen, dass wir sogar fast schon sichere Niederlage noch umbiegen konnten.

Der Sportfreund: Am Südpol der Tabelle standen unsere Sportfreundinnen, die insbesondere im Rückspiel gegen Wittlich beim 37:15 nicht den Hauch einer Chance hatten.

Carla Schurich: Ja, ich erinnere mich, das war ein böses Spiel für Budenheim.

Der Sportfreund: Nun drängt sich natürlich die Frage auf: Warum hast Du Dich dazu entschieden, nach Budenheim zu wechseln statt in der Dritten Bundesliga anzugreifen?

Carla Schurich: Schwieriges Thema. Es war natürlich mein Traum, in der Dritten Bundesliga zu spielen. Durch meinen Umzug nach Mainz war es aufgrund der anderthalbstündigen Fahrt nicht mehr möglich, drei Mal pro Woche ins Training zu fahren und dabei konstante Leistung zu erbringen. Ich wohne nun mit Julia Köppe aus der Budenheimer ersten Damenmannschaft in einer WG, so kam der Kontakt zu Trainerin Diana Quilitzsch zustande. Sie hat mich super lieb und unkompliziert aufgenommen. Dass sich Budenheim bereits zuvor entscheidend verstärkt hat und dieses Jahr mit Sicherheit eine ganz andere Rolle in der Oberliga spielen wird, hat schließlich den Ausschlag dafür gegeben, nun eine Sportfreundin zu werden.


Und das sagen die Trainer*innen Diana und Marcus Quilitzsch

Marcus: „Wir freuen uns sehr, mit Carla Schurich nach Anika Kilian und Paula Stommel eine weitere Spielerin mit linker Wurfhand bei uns begrüßen zu dürfen – in der Oberliga mit drei Linkshänderinnen auflaufen zu können, ist purer Luxus und macht unsere rechte Seite noch gefährlicher.“

Diana: „Ich kenne Carla ja aus den vergangenen beiden Spielzeiten und weiß um ihr Können. Mit ihr bekommen wir eine junge und dynamische Spielerin, die besonders im Tempogenstoß ihre Qualitäten hat. Carla bringt die nötige Leidenschaft und Einstellung mit, das habe ich bereits in unseren ersten Gesprächen gemerkt. Dass sie sich dafür entschieden hat, ihre nächsten handballerischen Schritte zusammen mit den Sportfreundinnen zu gehen, ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir als Team und als Verein auf dem richtigen Weg sind. Diesen werden wir in aller Ruhe und ohne Druck weitergehen.“



Der Sportfreund: Noch kannst Du wegen eines Muskelfaserrisses nicht mittrainieren, hast Dein neues Team aber bereits kennengelernt. Wie sind Deine ersten Eindrücke?

Carla Schurich: Ja, ich durfte bereits bei einem Testspiel mit auf der Bank sitzen. Budenheim ist ein sehr junges und spielstarkes Team. Ich habe das Gefühl, dass die Spielerinnen untereinander und auch mit mir gerade wegen des jungen Alters auf einer Wellenlänge liegen und habe mich sehr gut aufgenommen gefühlt. Das Trainer-Team mit Diana und Marcus Quilitzsch macht auf mich ebenfalls einen sehr kompetenten Eindruck. Und schließlich wissen die Sportfreundinnen nach Spielen zu feiern und sind alle recht trinkfreudig, was mir sehr gefällt (lacht).

Der Sportfreund: Ja, Apfelsaftschorle im Verhältnis 2:1 ist sehr wichtig (lacht). In der vergangenen Saison wäre Budenheim ohne den Corona bedingten Abbruch wohl aus der Oberliga abgestiegen. Was erwartest Du in der neuen Saison von Deinem Team?

Carla Schurich: Ich erwarte, dass das Team erhobenen Hauptes in die neue Saison gehen wird. Und ich wünsche mir, dass sich meine Mitspielerinnen emotionaler zeigen, dass sie sich über gute Aktionen freuen, weil das immer auch ein Statement ist. Mit den Verstärkungen jetzt wird das Team mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Wir haben spielerisch gesehen enorm viel Qualität hinzubekommen.

Der Sportfreund: Was sind Deine persönlichen Ziele mit den Sportfreunden, und was bist Du bereit zu geben, um sie zu erreichen?

Carla Schurich: Mein Traum wäre natürlich ein gemeinsamer Aufstieg in die Dritte Bundesliga in etwa zwei bis drei Jahren, wenn sich das Team richtig eingespielt hat. Daran bin ich bereit, voll mitzuwirken: Ich gebe immer 110 Prozent!

Das Interview führte Ingo Fischer


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