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"Ganz oder gar nicht": Damen I stellen Anni Neurath als Neuzugang #6 vor

Annika_Neurath_700.jpgAls bereits sechste Feldspielerin wechselt Annika Neurath zur neuen Saison ins Budenheimer Oberligateam. Foto: Sportfreunde Budenheim

„Ganz oder gar nicht“
Annika Neurath ist sechster Handball-Neuzugang der Sportfreunde Budenheim

Eigentlich wollte Annika Neurath nach ihrem Umzug nach Mainz nur bei den Sportfreunden Budenheim mittrainieren, um sich für ihren nordhessischen Heimatverein fit zu halten, bei dem sie ihr ganzes bisheriges Handballleben lang gespielt hat. Doch zwei Faktoren haben sie ihre Meinung ändern lassen: dass sie sich von Beginn an wohl in Budenheim gefühlt hat – und das Harz. Im Interview spricht die 28-jährige Kreisläuferin über ihre neue Liebe zum Klebemittel trotz malträtierter Fingerkuppen, ihr Mauerblümchendasein bei der Fußball-Teamwahl im Handballtraining und ihr Rollenverständnis als erfahrene Spielerin in einem sehr jungen Team.



Der Sportfreund: Anni, Du hast 23 Jahre – also Dein gesamtes bisheriges Handballleben – im selben Verein gespielt, und eigentlich wolltest Du das auch weiterhin tun. Nun stellen wir Dich als sechsten Neuzugang der Sportfreunde Budenheim für die kommende Saison vor. Wie ist es dazu gekommen?


Annika Neurath: Ich mache Sachen entweder ganz oder gar nicht. Nach meinem studienbedingten Umzug aus Nordhessen nach Mainz wollte ich tatsächlich zunächst weiterhin für die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen spielen, aber ich konnte natürlich nicht mehrmals pro Woche rund zweieinhalb Stunden einfache Strecke ins Training in der Nähe von Kassel fahren. Erst dachte ich, ich könnte komplett auf Übungseinheiten verzichten und nur an den Spielen teilnehmen. Aber schnell habe ich gemerkt, dass es ganz ohne Training nicht geht.

Der Sportfreund: Und da wolltest Du Dir einen Verein nur zum Trainieren suchen, aber weiterhin für Dein altes Team spielen?

Annika Neurath: So ist es. Dabei spielte auch der soziale Aspekt eine wichtige Rolle: Aufgrund von Corona ist es im Moment schwierig ist für mich, Kontakte in meiner neuen Heimat Mainz zu knüpfen. Also habe ich nach Oberligavereinen aus Rheinland-Pfalz in Mainz und Umgebung gegoogelt, um bei einem von ihnen mittrainieren zu können.

Der Sportfreund: Da gibt es ja mehrere Möglichkeiten – warum hast Du Dich für Budenheim entschieden?

Annika Neurath: Der Auftritt des Vereins auf Social Media war mir sehr sympathisch, deshalb habe ich Trainerin Diana Quilitzsch eine Mail geschrieben. Dann haben wir telefoniert, und sie sagte mir, dass sie sowieso gerade noch eine weitere Kreisspielerin suche. Weil Budenheim zudem sehr gut mit dem Stadtbus erreichbar ist, war ich kurz darauf erstmals im Training – und es hat sofort gepasst.

 

Steckbrief Annika Neurath

Geboren
am 3. März 1992 in Wolfhagen
Aufgewachsen in Schauenburg - Hoof (einer kleinen Gemeinde nahe Kassel)
Größe: 1,73 m
Hobbys außer Handball: einfach immer sportbegeistert – Skifahren, Radfahren, Laufen, Wandern, Fitnessstudiokurse
Beruf: gelernte Industriekauffrau bei B. Braun, Melsungen (Ausbildung und sechs Jahre im Berufsleben). Jetzt: Studentin der Wirtschaftswissenschaften an der JGU Mainz
Wurfhand: rechts
Positionen: Kreis
Bisherige Vereine: HSG Hoof/Sand/Wolfhagen
Spitzname: Anni – das ist auch mein Rufname. Annika steht nur im Perso.

 

Der Sportfreund: Wann hast Du festgestellt, dass Du doch mehr willst als nur bei den Sportfreundinnen mitzutrainieren?

Annika Neurath: Die Entscheidung, meinen alten Verein jetzt doch zu verlassen, ist mir sehr schwergefallen. Aber ich habe schnell gemerkt, dass es weder mir, noch Budenheim, noch meinem alten Verein und meinen ehemaligen Mitspielerinnen etwas bringt, wenn ich unter der Woche bei den Sportfreunden mit Harz trainiere und am Wochenende in Hessen ohne Harz Handball spiele. Also habe ich meiner neuen Mannschaft bei einem gemeinsamen Teamevent – einem Marktfrühstück – schließlich mitgeteilt, dass ich doch eine Sportfreundin werden will.

Der Sportfreund: Wie war Dein Start mit den Sportfreundinnen?

Annika Neurath: In meinem neuen Team habe ich mich von Anfang an sehr wohlgefühlt, die Mädels haben mich super lieb aufgenommen! Sie haben es mir auch nicht übelgenommen, dass ich im Training immer mal wieder ein paar Bälle nicht richtig gefangen oder gepasst habe, weil ich ja mein Leben lang ohne Harz gespielt habe. Auch das Handball-Umfeld wirkt auf mich sehr engagiert und professionell. Diana und Marcus Quilitzsch sind zu 100 Prozent bei der Sache und wissen genau, wie sie uns als Team und als Einzelspielerinnen verbessern können. Außerdem bin ich beeindruckt von der Vereinsgröße: Ich komme aus einem eher kleinen Verein – und in Budenheim teilen wir uns normalerweise bisweilen eine Halle mit der zweiten Damenmannschaft oder der weiblichen A-Jugend, sodass wir am Ende ein Abschlussspiel machen können. Nur aktuell geht das leider nicht wegen der Corona-Auflagen.

Der Sportfreund: Du hast das Thema Harz schon angesprochen – wie leicht oder schwer fällt Dir nun die Umstellung?

Annika Neurath: Ich habe es mir viel schwieriger vorgestellt, aber es läuft jetzt schon richtig gut: Ich kann mir beinahe nicht mehr vorstellen, ohne Harz zu spielen. Klar, der eine oder andere Ball kommt noch nicht immer so, wie ich mir das vorstelle, aber im Prinzip klappt es echt richtig gut!

Der Sportfreund: Bei uns Sportfreunden fehlt nicht viel und wir würden heilige Messen für das Harz lesen. Wie sehr kannst Du diese innige Leidenschaft für das Klebemittel nachvollziehen?

Annika Neurath: Da ich ja am Kreis spiele, kann ich es gut nachvollziehen, dass man Harz huldigt. Den Ball auch in schwierigen Situationen und unter Bedrängnis zu fangen, ist mit Harz viel einfacher. Mir macht es auch echt Spaß mit dem Ball jetzt anders umgehen zu können. Auf der anderen Seite habe ich auch schon die Schattenseiten kennengelernt: Nach einer Trainingseinheit waren meine Fingerspitzen komplett aufgeplatzt.

Der Sportfreund: Autsch. Die größten Erfolge mit Deinem Heimatverein HSG Hoof/Sand/Wolfhagen waren zwei Landesliga-Nordhessen-Meisterschaften in Folge. Erst beim zweiten Mal, 2019, wolltet Ihr in die Oberliga Hessen aufsteigen – warum?

Annika Neurath: Nach der ersten Meisterschaft haben wir den Sprung in die Oberliga als zu groß empfunden. Nach einer Serie mit vielen Erfolgen wollten wir nicht riskieren, eine Serie voller Misserfolge hinnehmen zu müssen und im schlimmsten Falle als Mannschaft auseinanderzubrechen. Außerdem gab es zu der Zeit viele Fragezeichen hinter einzelnen Spielerinnen, ob sie die nächste Serie noch da sein werden oder nicht, und deshalb wollten wir den Schritt im ersten Anlauf nicht wagen. Wir haben dann jedoch schnell festgestellt, dass wir als amtierende Meisterinnen erneut in der Landesliga überlegen waren. Als wir den zweiten Titel in Folge geholt haben, war der Oberliga-Aufstieg die logische Konsequenz, da jede Mannschaft neue Herausforderungen und Ziele braucht.

Der Sportfreund: Wie ist Deine vergangene, erste Spielzeit in der Oberliga Hessen gelaufen?

Annika Neurath: Es war eine typische Neulings-Oberligasaison: Wir haben sehr gute Spiele abgeliefert, selbst gegen Spitzenteams wie Oberursel, Bensheim oder Kriftel, die schlussendlich dann jedoch meist verloren gingen, weil wir an der einen oder anderen Stelle nicht abgebrüht genug waren. Erfreulich war, dass wir unsere Nordhessen-Derbys gegen Böddiger und Kirchhof II sehr positiv gestaltet haben – was natürlich auch sehr wichtig ist (lacht). Letzten Endes waren es oft nur Kleinigkeiten, die in meist sehr engen Spielen über Sieg oder Niederlage entschieden haben. Als die Saison dann wegen Corona abgebrochen wurde, hatten wir den drittletzten Platz inne. Der sportliche Klassenerhalt war zu diesem Zeitpunkt noch machbar gewesen.

Der Sportfreund: Du bist „in der Halle aufgewachsenen“, und mit fünf Jahren hat Dich Deine Mutter, die Minitrainerin war, erstmals mittrainieren lassen. Bis Du die Leidenschaft für den Handball entdeckt hast, hat es dann jedoch noch einige Zeit gedauert. Wie kam es dazu?

Annika Neurath: Ich war vielleicht einfach noch ein bisschen klein im Gegensatz zu den anderen sechs- und siebenjährigen Kindern bei den Minis. Ihnen gegenüber konnte ich mich zunächst nicht richtig durchsetzen und habe meine Aufgabe erst einmal darin gesehen, die Bälle einzusammeln, statt bei den Übungen mitzumachen. Als ich dann ein, zwei Jahre älter gewesen bin und endlich auch den Sprungwurf konnte, hat mir der Sport immer mehr Spaß gemacht. Dann kamen auch Erfolge hinzu, sodass ich ihn nicht mehr missen wollte.

Der Sportfreund: Was begeistert Dich am Handball?

Annika Neurath: Dass wir als Team alles schaffen können! Wir gewinnen gemeinsam oder nehmen gemeinsam Niederlagen hin, dann bauen wir uns gegenseitig auf. Nicht nur die Tormaschinen, sondern jeder im Team ist wichtig – auch wenn er Abwehrspezialist ist, von der Bank kommt und punktuell für Entlastung und wichtige Akzente sorgt oder das Tor vernagelt. Außerdem liebe ich die Schnelligkeit des Spiels und des Spielgeschehens: Innerhalb von drei Minuten kann man einen manchmal auch recht großen Rückstand wettmachen, das Spiel noch drehen und gewinnen!

Der Sportfreund: Wie hast Du entdeckt, dass der Kreis Deine Lieblingsposition ist?

Annika Neurath: Gar nicht – da wurde ich in der C-Jugend einfach hingestellt, habe es offensichtlich nicht allzu schlecht gemacht und musste dann dort bleiben (lacht). Eigentlich spiele ich auch mal ganz gerne im Rückraum. Allerdings trainiere ich dort zu selten, sodass sich meine bisherigen Trainer nie getraut haben, mich im Spiel dort einzusetzen. Aber Spaß machen würde es mir da auch.


Und das sagen die Trainer*innen Diana und Marcus Quilitzsch

„Dass sich Anni bei den Sportfreunden Budenheim gemeldet hat, passt wie die Faust aufs Auge, denn genau auf der Kreisläuferposition haben wir noch Verstärkung gesucht. Dass sie nicht mehr zu den jungen Wilden gehört, passt ebenfalls sehr gut ins Mannschaftsgefüge, zumal wir mit unserer jetzt sehr jungen Mannschaft gerade in kritischen Phasen erfahrene Spielerinnen benötigen, die auch mal das Tempo rausnehmen und das Spiel beruhigen können. Wir sind überzeugt davon, dass Anni sportlich und menschlich super zu uns passt und uns weiterbringen wird.“

Frage:

Der Sportfreund: Mit 28 Jahren bist Du natürlich noch jung, aber dennoch der mit Abstand älteste Neuzugang in einem nunmehr sehr, sehr jungen Team der Sportfreunde Budenheim. Meinst Du, dass Du aufgrund Deiner Erfahrung in Situationen, in denen Deine Mitspielerinnen hektisch und nervös werden, Ruhe ins Spiel bringen kannst?

Annika Neurath: Ja, da bin ich mir ganz sicher! Ich bewahre im Spiel einen kühlen Kopf und bin ziemlich abgezockt – so habe ich in meinem alten Verein immer die Siebenmeter geworfen. Auch wenn wir hier mit Lara Hilbert bereits eine sichere Siebenmeterschützin haben, denke ich, dass ich die Mädels mental gut unterstützen und in hektischen Situationen auch leiten kann. Ruhe, Sicherheit und Stabilität versuche ich der Mannschaft vor allem in der Abwehr mitzugeben, denn vorne auf der Kreisposition habe ich ja nur eingeschränkt Einfluss darauf, was der Rückraum ansagt und spielt. Auf jeden Fall kann ich in der Abwehr und auch im Angriff für die notwendige Emotionalität sorgen, wenn diese einmal fehlen sollte.

Der Sportfreund: Was sind Deine weiteren Stärken?


Annika Neurath: Ich bin ein absolut offener und geselliger Mensch, und ich glaube, dass diese Charakterzüge gut ins Team passen – die Mannschaft unternimmt ja auch ganz gerne abseits des Felds etwas miteinander. Ich spiele gerne in der Abwehr, weil ich es mag, dort zu kämpfen und einfach Bälle zu erobern, die dann im optimalen Fall zu einem leichten Tor führen. Außerdem gebe ich nie auf und mache immer weiter, egal wie der Spielstand ist.

Der Sportfreund: Und welche Schwächen hast Du?

Annika Neurath: Ich lasse mir manchmal beim Wurf nicht genügend Zeit, weil ich meistens eher flach als hoch abspringe, und diese Schwäche werde ich auch nicht mehr wegbekommen. Außerdem bin ich keine gute Fußballerin, sodass ich beim Aufwärmspiel dort immer als letzte gewählt werde.

Der Sportreund: Du bist ja nun der bereits sechste Budenheimer Neuzugang – welche Rolle werden die Sportfreundinnen Deiner Meinung nach mit dem stark veränderten Kader in der bald startenden Oberliga-RPS-Saison spielen?

Annika Neurath: Da ich die Oberliga in Rheinland-Pfalz und dem Saarland überhaupt nicht kenne, kann ich unseren Gegner nicht einschätzen. Aber ich denke, dass wir eine junge Mannschaft mit viel Potenzial sind. Und wenn wir dieses abrufen können, werden wir eine gute Rolle in der Liga spielen. Natürlich werden wir uns zunächst miteinander einspielen müssen. Aber wenn wir wissen, wie jeder Einzelne läuft und spielt, dann haben wir weit mehr als nur sehr gute Einzelspielerinnen. Dann werden wir auch mannschaftlich noch geschlossener und stärker auftreten.

Der Sportfreund: Welche Ziele hast Du mit den Sportfreunden?

Annika Neurath: Persönlich möchte ich einfach Spaß am Spiel und mit der Mannschaft haben. Ich habe mir als Ziel gesetzt, sowohl im Training als auch dann auf dem Feld 100 Prozent zu geben und glaube, dass ich auch in meinem Alter unter einem neuen Trainereinfluss noch viel dazulernen kann. Perspektivisch für die Mannschaft glaube ich, dass wir eine gute Rolle im oberen Drittel oder noch weiter oben spielen können und werden.

Das Interview führte Ingo Fischer.


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