Volker Schuster und SFB setzen Zusammenarbeit fort

Volker1_700.jpgVolker Schuster (r., im Bild mit Abteilungsvorstand Gerhard Mussenbrock) hat noch viel vor mit seiner „Ersten“ und verlängert seinen Vertrag als Cheftrainer. Foto: Sportfreunde Budenheim / Ingo Fischer

„Alle müssen das Projekt ‚Dritte Bundesliga‘ mittragen“
Volker Schuster wird mit den Sportfreunden Budenheim in seine dritte Saison als Trainer gehen

Eine sehr gute Nachricht für die DJK Sportfreunde Budenheim: Der Cheftrainer der Ersten Mannschaft, Volker Schuster, hat seinen Vertrag um eine weitere Saison in der Oberliga verlängert. Im Interview erklärt er, ob der personelle Umbruch weitergehen wird, wo er bei seinem Team noch Verbesserungspotenzial sieht – und was der Verein sowie das Umfeld leisten müssen, damit es mit dem großen Ziel „Dritte Bundesliga“ klappt.


Der Sportfreund: Volker, was sind Deine Gründe, Deine Arbeit mit dem Oberligateam der Sportfreunde auch nach dem zweiten Jahr fortzusetzen?

Volker Schuster: Zunächst einmal freue ich mich sehr auch in der nächsten Saison auf der Bank der Budenheimer Ersten Mannschaft zu sitzen. Wir haben in der aktuellen Spielzeit einen großen Umbruch im Team gehabt und das Team stark verjüngt. Es macht mir sehr viel Spaß, mit den Jungs zu arbeiten und bin hier mit der Entwicklung sehr zufrieden. Hier liegt auch der Hauptgrund dafür, dass ich nächstes Jahr in Budenheim bleibe: Ich möchte mit dem Team weiterarbeiten und das Team weiterentwickeln.

Der Sportfreund: In Deiner ersten Saison als Cheftrainer der ERSTEN haben das Team und Du mutig und ungewöhnlich offen das Ziel „Oberliga-Meisterschaft“ ausgegeben. Vor Deiner zweiten Saison wart Ihr mit einer Zielvorgabe vorsichtiger, zumal es den von Dir angesprochenen personellen Umbruch gegeben hat. Nun steht Ihr auf Platz zwei und habt als bislang einziges Team den ansonsten souveränen Spitzenreiter SV 64 Zweibrücken bezwungen – wie sehr überrascht Dich der Erfolg Deiner sehr jungen Mannschaft?

Volker Schuster: Ich bin sehr erfreut über die bisher gezeigten Leistungen. So richtig überrascht bin ich aber nicht, da wir bereits in der Vorbereitung ein sehr eingeschworenes Team waren – die vielen Neuzugänge sind rasend schnell ins Mannschaftsgefüge gewachsen. Hier liegt auch eine unsere Stärken: Dass wir das bis jetzt in sehr vielen Spielen positiv in Punkte umsetzten konnten, war nicht zu erwarten – aber das haben sich die Jungs mit ihrem Einsatz verdient. Ich wünsche mir, dass wir das auch weiterhin in der Rückrunde schaffen. Dass das nicht so einfach ist, hat nicht zuletzt die Heimniederlage am Samstag gegen den TV Offenbach gezeigt. Aber auch solche Ergebnisse und vordergründig negativen Erlebnisse sollten wir dieser jungen Mannschaft zugestehen. Die benötigt sie, um zu wachsen.

Der Sportfreund: Also bleibt es dabei, dass die Erste in dieser Spielzeit keinen Tabellenplatz als Ziel formulieren will?

Volker Schuster: Genau. Wir sind bislang gut damit gefahren, kein solch starres Ziel vorzugeben. Und es gibt keinen Anlass, das jetzt zu ändern.

Der Sportfreund: Als jetziger und auch künftiger Trainer schaust Du natürlich jetzt auch schon über den Tellerrand dieser aktuellen Saison hinaus. Wie geht es mit Deiner Mannschaft weiter?

Volker Schuster:
Das ist eine spannende Frage. Das Wichtigste wird sein, dass wir in der Vorbereitung den nächsten Schritt machen und unsere externen Neuzugänge gut integrieren. Außerdem werden auch zwei bis drei Eigengewächse die Vorbereitung mitmachen und sich für den Kader der Ersten empfehlen. Darauf freue ich mich sehr. Es ist für Budenheim sehr wichtig, dass auch immer wieder Jungs aus den eigenen Reihen versuchen, den Weg in die Erste zu schaffen. Das ist natürlich bei der Größe und der Qualität des Kaders nicht so einfach. Wer diese Eigengewächse sein werden, wird sich in den nächsten Wochen noch zeigen.


Der Sportfreund: Bei lediglich zwei geplanten Neuzugängen scheint der personelle Umbruch in der ERSTEN vorerst abgeschlossen zu sein?

Volker Schuster: Ja, der größte Teil des Kaders bleibt zusammen, und dies war ein weiterer wesentlicher Grund für meine Vertragsverlängerung.

Der Sportfreund: Welche Spieler werden die Sportfreunde verlassen?

Volker Schuster: Die SG Bretzenheim hat bereits die Rückkehr von Jannis Werner, unserem aktuellen dritten Torwart, zu ihrer Rheinhessenligamannschaft bekannt gegeben. Außerdem muss Sören Dübal aufgrund seines Studiums kürzertreten. Er wird zunächst nicht bei der Ersten spielen, aber im Verein bleiben. Ich hoffe natürlich, dass er nach seiner Zeit in Karlsruhe wieder zum Team stoßen wird, ein genaues Zeitfenster ist hier noch nicht absehbar. Ein weiterer „Abgang“ wird Lukas Bang sein. Er möchte kürzertreten und wird bei Zwicke [Trainer Michael Gruß] in der Zweiten Mannschaft auflaufen. Aber ich bin mir sicher, dass er uns genauso wie Sören aushelfen wird, wenn wir Not am Mann haben. Außerdem werden wir einen Teil der neuen Saison auf Lukas Nagel verzichten müssen, da er ein Auslandssemester in China machen wird. Aber auch er bleibt ein Sportfreund und wird uns, sobald er wieder im Land ist, unterstützen.

Der Sportfreund: Noch einmal zurück zu Deinen Zielen mit der Mannschaft in der kommenden Saison …

Volker Schuster: Wir wollen unseren Tempohandball weiterentwickeln, außerdem möchte ich an unserem Abwehrkonzept arbeiten: Die Jungs sollen noch flexibler agieren können, um unsere Gegner mit wechselnden Abwehrsystemen immer wieder überraschen zu können. Auch im Angriff wollen wir noch mehr Variabilität. Wie diese Punkte dann im Detail aussehen werden, dafür ist es aktuell noch zu früh. Das hängt auch davon ob, wie der endgültige Kader aussehen wird.


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Sieht sauer aus, ist aber nur fokussiert: Volker Schuster bei der Ansprache während eines Team-Timeouts.


Der Sportfreund: Neuzugang Patrick Heß hat bei seiner Vorstellung die Dritte Bundesliga wieder als Ziel ins Gespräch gebracht. Ist es dafür noch zu früh oder traust Du Deinem Team das in der nächsten Saison zu?


Volker Schuster: Das kann man jetzt noch nicht sagen. Wir wissen ja noch gar nicht, wie die Oberliga RPS in der nächsten Saison aussehen wird: Wer sind die Aufsteiger, und wird es Absteiger aus der Dritten Liga geben? Dass wir langfristig mit den Sportfreunden gerne in die Dritte Liga wollen, ist kein Geheimnis und natürlich auch das Ziel von mir als Trainer und der Traum des Teams. Aber einen Aufstieg mit so einem jungen Team und den aktuellen Bedingungen kann und sollte man nicht auf einen festen Zeitpunkt festlegen. Hinzu kommt auch noch, dass in einer Aufstiegssaison auch vieles passen muss. Hierzu gehört für mich eine möglichst verletzungsfreie Saison, ein passender Spielplan und natürlich auch ein bisschen Glück. Außerdem ist der Weg in die Dritte Liga eine Mammutaufgabe für den Verein und das Umfeld. Ich denke, hier sind wir auf einem guten Weg. Aber es gibt auch noch einiges zu tun.

Der Sportfreund: Welche Hausaufgaben haben Verein und Umfeld konkret noch zu erledigen, wenn es perspektivisch mit der Dritten Bundesliga klappen soll?


Volker Schuster: Puh… Das ist ein großer Schritt – daher ist das einiges. Hierzu gehört vor allem der deutlich höhere finanzielle Aufwand für den Verein. Es müssen einige neue Sponsoren hinzugewonnen und für den Handball bei den Sportfreunden begeistert werden. Ich denke, hier sind wir aktuell mit unserem jungen Team auf dem richtigen Weg. Wir repräsentieren einen tollen Verein mit einer umfangreichen Jugendarbeit, viel Potenzial und einem hervorragenden Ruf in einer Sportart, die viele Millionen Menschen in Deutschland begeistert. Das ist für neue Sponsoren immer interessanter und spannender, als in einen Verein zu investieren, in dem überwiegend ältere Spieler von außerhalb sind und keine Jugendarbeit geleistet wird.

Der Sportfreund: Die Erste Mannschaft in der Dritten Bundesliga wäre auch eine riesige Perspektive für alle Jugendspieler …

Volker Schuster: Genau, das ist ein großer Anreiz für junge Talente aus dem eigenen Nachwuchs und dem Nachwuchs in der Region, im Aktivenbereich dann auch auf einem hohen Niveau zu landen. Das sollte bei so umfangreicher Jugendarbeit auch das langfristige Ziel der Sportfreunde sein. Natürlich resultiert daraus auch, viele gute Trainer im Verein zu haben. Das ist leider ein weiterer Punkt, denn es wird für Vereine immer schwieriger, gute, engagierte und bezahlbare Trainer zu finden, um einen Grundstock für den Aktivenbereich und die Erste zu bekommen. Gute Arbeit will ja auch honoriert werden – eine Spirale im finanziellen Bereich.

Der Sportfreund: Was sagst Du zur Atmosphäre in der „Grünen Hölle“ bei Heimspielen der ERSTEN, die von der Presse bisweilen als lethargisch beschrieben wird?

Volker Schuster: Ich wünsche mir sehr, dass wir noch mehr Leute von unserem Handball begeistern und mehr Leute den Weg die die Budenheimer Halle finden. Und dass die Halle nicht nur voller wird, sondern dass die Zuschauer auch mehr als einfach nur da sind - dass sie präsent sind: Ich wünsche mir, dass die Fans unser Team aktiv unterstützen. Die Grüne Hölle darf lauter werden – der Sport lebt nun mal von Emotionen. Daran haben das Publikum und das Umfeld einen ganz entscheidenden Anteil.

Der Sportfreund: Also ist das Projekt „Dritte Bundesliga“ nicht allein eine Sache der Ersten Mannschaft und des Vereinsvorstands?

Volker Schuster: Klares Nein, es ist definitiv ein Gemeinschaftsprojekt aller Beteiligten: Die Sportfreunde als Vereinsmitglieder, Spieler, Zuschauer, Helfer und Gönner müssen den Entwicklungsprozess in Richtung Dritte Liga gemeinsam vorantreiben. Die Belastung und Verantwortung muss auf viele Schultern verteilt werden. Die Begeisterung und der Wille müssen im Umfeld vorhanden sein, die Mannschaft muss bei Heim- und auch bei Auswärtsspielen spüren, dass ihre Fans sie zum Aufstieg pushen wollen. Dass sie den maximalen Rückhalt bei diesem Ziel hat. Es reicht also nicht, wenn ein paar wenige Leute im Verein davon träumen – das Projekt „Dritte Bundesliga“ muss von allen Seiten angepackt und umgesetzt werden.

Das Interview führte Ingo Fischer.


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