Neuzugang #2: Herzlich willkommen, Lukas Klimavicius

Schon Bald ein Sportfreund: Lukas Klimavicius (l.) mit seinem künftigen Trainer, Volker Schuster. Foto: SF Budenheim

Neuzugang #2: Lukas Klimavicius wechselt zu den Sportfreunden Budenheim
„Ich bin in der Handballhalle aufgewachsen“

Mit Lukas Klimavicius stellen die Herren I der Sportfreunde Budenheim ihren zweiten Neuzugang für die kommende Saison vor. Das erst 19 Jahre junge und 1,96 Meter große Top-Talent zählt bereits zu den Leistungsträgern seines jetzigen Teams TG Osthofen in der Rheinhessenliga, wo es sich ein packendes Titelrennen mit der zweiten Mannschaft der Sportfreunde liefert. Im "Der Sportfreund"-Interview erzählt der gebürtige Wormser, warum er gar keine andere Wahl hatte, als Handballer zu werden, und warum für ihn jetzt der richtige Zeitpunkt für den Wechsel zu den Sportfreunden gekommen ist.


Der Sportfreund: Lukas, wenn es Handball nicht gäbe, dann wärst du voraussichtlich etwa 1.500 Kilometer nordöstlich von hier aufgewachsen. Erzähle doch mal, wie der Sport deine Familiengeschichte geprägt hat.

Lukas Klimavicius: Meine Eltern stammen beide aus Litauen, wo meine Mutter schon als Kind Handball gespielt hat. Nachdem sie in der litauischen Nationalmannschaft aktiv war, zog es sie und meinen Vater durch den Sport zunächst nach Island. Und vor 21 Jahren, 1997, mit meinem damals fünf Jahre alten Bruder Orintas auf dem Arm, dann nach Osthofen.


Damals spielten die Damen I von Osthofen in der Zweiten Bundesliga.

Genau. Zwei Jahre später wurde ich dann geboren und wuchs zum größten Teil in der Handballhalle auf, um meinen Bruder, der natürlich auch Handball gespielt hat, und meine Mutter von der Tribüne aus zu unterstützen. Bereits im Alter von vier Wochen wurde ein Bild von meiner Mutter auf der Tribüne mit mir auf dem Arm in der Wormser Zeitung veröffentlicht [siehe unten, Anm. d. V.]. Daher stand es eigentlich nie außer Frage, dass auch ich irgendwann selbst einmal auf der Platte stehen werde.

Es hat nach dem Foto noch zehn Jahre gedauert, bis du in der E-Jugend bei der TG Osthofen deine Handballkarriere begonnen hast. Dort hast du die gesamte Jugend durchlaufen und spielst jetzt das erste Jahr sehr erfolgreich bei den Aktiven in der Rheinhessenligamannschaft. Was sind deine bislang größten Erfolge?

Meine größten Erfolge im Handball waren unter anderem die Bundesliga-Quali während meiner A-Jugendzeit, die wir leider knapp verpasst haben. Ein weiteres Ereignis war der Länderpokal in Berlin 2015, wo ich für Rheinland-Pfalz auflaufen durfte.


Die Zuschauer in der Wonnegauhalle sehen dich meist im linken Rückraum – wo liegen deine Stärken?

Richtig, im linken Rückraum fühle ich mich am wohlsten, jedoch findet man mich im Spielverlauf auch auf anderen Rückraumpositionen. Meine Stärken liegen vor allem im Abschluss aus der zweiten Reihe, aber auch bei Eins-gegen-Eins-Situationen finde ich einen Weg zum Tor. Zudem habe ich ein gutes Auge für meine Mitspieler und lege viel Wert auf ein schnelles Spiel. Dennoch bin ich der Meinung, dass immer Luft nach oben ist und ich mich mit meinen jungen 19 Jahren weiterentwickeln kann und möchte.

Steckbrief

Name: Lukas Klimavicius
Geburtstag / Ort: 14.11.1999 in Worms
Größe: 1.96 m
Gewicht: 93 Kg
Wurfhand: rechts
Position(en): Rückraum links
Aufgewachsen in Osthofen


Warum ist jetzt die richtige Zeit für einen Vereinswechsel?

Derzeit warte ich auf die Ergebnisse meiner Abiturprüfungen und muss mich nun beruflich orientieren. Ich strebe eine Ausbildung zum Fluglotsen in Frankfurt oder ein Chemiestudium in Mainz an, weshalb es sich anbietet, auch mit dem Handball einen neuen Weg einzuschlagen. Außerdem möchte ich Erfahrungen sammeln, mich neuen Herausforderungen stellen und an diesen wachsen.

Und warum bei den Sportfreunden?

Ich beobachte Budenheim schon seit geraumer Zeit und bin der Ansicht, dass es eine tolle Mannschaft ist – mit einer guten Mischung aus erfahrenen, aber auch jungen Spielern. Deshalb denke ich, dass ich dort gut reinpassen und viel lernen werde.

Das sagt Volker Schuster über Lukas Klimavicius: „Lukas ist ein junger, sehr talentierter Spieler, der körperlich schon gut entwickelt ist, hier aber weiter individuell an sich arbeiten muss. In der Abwehr ist er variabel im Mittelblock, auf den Halben oder vorgezogen auf der Eins einsetzbar. Im Angriff hat er seine Stammposition auf Rückraum Links, doch er kann und wird auch auf anderen Rückraumpositionen auftauchen. Ich freue mich sehr darauf, mit ihm zu arbeiten.“


Noch stehst du im Wettstreit mit deinem künftigen Verein: Dein Team liefert sich gerade mit unserer ZWOTEN eine packende Rallye um den Rheinhessenmeistertitel. Was glaubst Du, wer am Ende die Nase vorne haben wird?

Puuh... schwer zu sagen, da das letzte Saisonspiel am 14. April in Osthofen voraussichtlich auch das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft sein wird – vorausgesetzt, beide Mannschaften bleiben bis dahin ohne weitere Verlustpunkte. Auch wenn wir in diesem Finale Heimvorteil haben, sollten wir unseren Rivalen aus Budenheim nicht unterschätzen, zumal sie im Hinspiel ihre Qualitäten unter Beweis gestellt und uns knapp mit 31:30 geschlagen haben. Nichtsdestotrotz werden meine Mannschaft und ich alles geben, um den mitgereisten und unseren Fans ein packendes Spiel zu liefern. Es wäre ein Traum, meine Osthofener Zeit mit dem Rheinhessenmeistertitel abzuschließen.

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Her mit dem roten Trikot! Der Sportliche Leiter der Sportfreunde Budenheim, Fabian Vollmar (blaue #10), wollte beim vergangenen sportlichen Aufeinandertreffen im Dezember Osthofens Lukas Klimavicius (rote #9) offenbar bereits nachdrücklich zum Wechsel animieren. Das TGO-Nachwuchstalent erzielte in diesem Rheinhessenliga-Spitzenspiel 13 Treffer. Archivfoto: SF Budenheim / Ingo Fischer

Was sind deine bisherigen Eindrücke von den Sportfreunden?

Anfang des Jahres wurde ich zu einem Probetraining eingeladen, bei dem ich mich auf Anhieb aufgenommen gefühlt habe. Auch mit Trainer Volker Schuster stand ich in regem Kontakt und fand ihn sympathisch sowie verständnisvoll in Bezug auf meinen ersten Wechsel von meinem Jugendverein zu den Sportfreunden. Außerdem gefällt mir das ganze Konzept des Vereins, da so gut wie alle Mannschaften in ihren Ligen erfolgreich sind und gute Jugendarbeit geleistet wird. Zudem gefällt mir die Stimmung in der „Grünen Hölle“, die immer gut besucht ist und zum Erfolg der Budenheimer Teams beiträgt.

Was willst du persönlich und mit den Sportfreunden erreichen?

Was mich betrifft, möchte ich mich in erster Linie gut in die Mannschaft integrieren, sie soweit es geht spielerisch unterstützen und eine erfolgreiche Saison spielen. Bezüglich der Mannschaft würde es mich freuen, weiterhin attraktiven Handball zu spielen und eine der besten Mannschaften in der Oberliga zu bleiben – oder vielleicht sogar dazu beizutragen, die Sportfreunde in der dritten Liga zu etablieren.

Vielen Dank, Lukas, und herzlich willkommen in Budenheim!

Das Interview führte Ingo Fischer.


700_Foto-Wormser-Zeitung.jpg Wormser Zeitung, Dezember 1999


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