Nach der Niederlage in Illtal: "Wir sind keine Jäger mehr"

Die ERSTE muss für die Endphase der Saison neue Ziele definieren. Archivfoto: SFB / Ingo Fischer

Trainer Volker Schuster über das neue Saisonziel der ERSTEN
„Wir sind keine Jäger mehr“


Nachdem unsere ERSTE am Sonntag mit 29:27 knapp bei den Handballfreunden Illtal verloren und der TV Hochdorf gleichzeitig sein Auswärtsspiel souverän mit 20:34 beim TV Offenbach gewonnen hat, ist der Abstand auf den Spitzenreiter acht Spieltage vor Saisonende auf fünf Punkte gewachsen. War`s das mit dem Saisonziel Meisterschaft? Trainer Volker Schuster gibt Antworten.


Der Sportfreund: Volker, sind jetzt alle Hoffnungen auf Platz Eins dahin oder glaubst Du noch an ein Wunder?

Volker Schuster: Ich denke, das war es im Rennen um die Meisterschaft. Es war vor der Niederlage gegen Illtal schon sehr schwer, der Oberliga-Titel wäre da ja bereits nicht mehr aus eigener Kraft möglich gewesen - aber jetzt sind es 5 Punkte Rückstand, und dafür spielt Hochdorf viel zu konstant und abgezockt.

Was ist das neue Saisonziel?

Wir haben ein sehr schweres Restprogramm und müssen jetzt alles dafür tun, den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen. Die Perspektive wechselt ein wenig: Wir sind nicht mehr Jäger, sondern Gejagter.

Was sind die Ursachen für die Niederlage in Illtal?

Wenn du in Illtal gewinnen willst, dann darfst du nicht so viele Fehler machen und brauchst eine sehr gute Tagesform. Wir haben zu viele freie Bälle liegen lassen und ein paar zu leichte Tore bekommen. Wir haben es einfach nicht geschafft, in der wichtigen Phase in diesem Spiel die Big Points zu setzen.

Einmal abgesehen vom Spiel am Sonntag: Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Für ein richtiges Fazit ist es natürlich zu früh, wir haben ja noch acht Spiele zu bestreiten. Ich denke aber, auf die ganze Saison gesehen können wir mit dem zweiten Tabellenplatz bisher zufrieden sein. Natürlich gibt es einige Sachen, an denen wir arbeiten müssen.

Vor dem Rundenstart hattest du "wenige Verletzungen" als eine wesentliche Voraussetzung für das ehrgeizige Saisonziel genannt.

Diese Hoffnung hat sich ja leider früh zerschlagen. Die teilweise langen Ausfälle etwa von Pibbo, Lukas Scheer, Chris Goetzien, Benni Glindemann, Arne Teschner, Feivel und Lolo waren selbst für unseren breiten Kader nicht vollständig zu kompensieren. Das hat uns sehr geschwächt.

Was fehlt uns noch, damit uns der Schritt in Liga 3 gelingt?

Wir brauchen eine höhere Konstanz, müssen auch gegen schwächere Teams mal ein Zeichen setzen. Insgesamt bin ich mit unserer Fehlwurfquote sehr unzufrieden. Außerdem müssen wir noch variabler werden in Abwehr und Angriff.

In der vergangenen Saison haben wir uns lange Zeit einen Dreikampf um die Meisterschaft geliefert, bis uns die Luft ausging und wir am letzten Spieltag sogar noch auf den vierten Rang abgerutscht sind. Was willst Du tun, damit es jetzt keinen erneuten Bruch gibt?

So einen Bruch zu verhindern, ist natürlich sehr schwer. Wir können unser gesetztes Saisonziel nicht mehr erreichen. Wir werden viel darüber sprechen und uns austauschen. Wir sind es natürlich nicht nur den Fans, sondern vor allem auch uns selbst schuldig, diese Saison bis zum Ende durchzuziehen. Von sofort an werden wir um den zweiten Platz fighten.

Das Interview führte Ingo Fischer.


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