Neuzugang #2: Herzlich willkommen, Martin Schieke!

Martin_700.jpgDie Frisuren sind bereits aufeinander abgestimmt – bald wird der voraussichtlich letzte Neuzugang für die kommende Saison, Martin Schieke (l. im Bild mit Trainer Volker Schuster), auch den blauen Dress der Sportfreunde tragen. Foto: Sportfreunde Budenheim

Der besondere Reiz eines „Top-Teams mit großen Zielen“
Sportfreunde stellen ihren zweiten Neuzugang für die kommende Saison vor: Martin Schieke

Mit Martin Schieke wechselt einer der stärksten Kreisläufer der Oberliga RPS zur kommenden Saison von der HSG Rhein-Nahe Bingen zu den Sportfreunden Budenheim. Im Interview erzählt der 25-jährige Jurastudent, was seine Motive für den Wechsel sind, wie er Cheftrainer Volker Schuster von langen Einsatzzeiten überzeugen will und wie schlecht er sich an den Heimsieg seiner Binger in der vergangenen Spielzeit gegen sein künftiges Team erinnern kann.


Der Sportfreund: Herzlich willkommen in Budenheim, Martin! Wie hast Du die Sportfreunde bislang wahrgenommen, ehe Du Dich entschieden hast, zu ihnen zu wechseln – Du darfst gerne ehrlich sein?

Martin Schieke: Hallo erstmal, zunächst einmal habe ich die Sportfreunde natürlich immer als einen starken Gegner in der Oberliga empfunden. Mit der HSG Rhein-Nahe Bingen habe ich in vielen engen Spielen leider oft den Kürzeren gezogen. Aus Gesprächen mit Sportfreunden wie Kai Diehl, Arne Teschner und Karim Ketelaer, die vorher auch in Bingen waren, wusste ich auch sonst schon ein bisschen, wie es in Budenheim abläuft.

Der Sportfreund:Ohne indiskret sein zu wollen: Wie läuft es denn in Budenheim ab?

Martin Schieke: Was immer genannt wurde, ist, dass es einen super Zusammenhalt in der Mannschaft gebe und die Stimmung im gesamten Team sehr gut sei. Ich selbst habe die Budenheimer Mannschaften immer als faire Gegenspieler erlebt. Auch sonst bin ich vielen Spielern mal über den Weg gelaufen und wir haben uns immer gut verstanden.

Der Sportfreund:
Nun willst Du Deine Handballkarriere bei den Sportfreunden fortsetzen. Was hat den Ausschlag dazu gegeben?

Martin Schieke: Mir ging es darum, für mich selbst noch einmal eine neue Herausforderung anzugehen. Nach jetzt zehn Jahren in Bingen hatte ich das Gefühl, dass eine Veränderung mir guttun würde und noch einmal mehr aus mir herausholt. Neben diesem individuellen Ziel kam natürlich noch dazu, dass Budenheim zu den Topmannschaften in der Oberliga zählt und perspektivisch aufsteigen möchte.

Der Sportfreund:
Stammst Du aus einer Handballer-Familie?

Martin Schieke: Nein, nicht wirklich, aus meiner Familie hat nur mein Uropa Handball gespielt – und das war damals natürlich noch Feldhandball.

Der Sportfreund:
Auf welchem Weg bist Du dann zum Handballspielen gekommen?

Martin Schieke: Als Kind haben mich meine Eltern sowohl zum Fußball als auch zum Handball geschickt. Da mir Handball viel mehr Spaß gemacht hat, bin ich dabei auch geblieben. Die große Begeisterung für den Sport kam dann mit den Besuchen der Herrenspiele der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch, die als Hunsrücker Team aus der Oberliga in die Regionalliga Südwest als damals dritthöchste Spielklasse aufgestiegen waren und dort sechs Spielzeiten verbrachten. Ich habe dort als Kind sehr oft zugeschaut und mein Team angefeuert.

Der Sportfreund:Warum hast Du Dich schließlich gegen den Fußball und für den Handball entschieden?

Martin Schieke: Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, da war ich noch ziemlich klein. Meine Eltern haben mir mal erzählt, dass ich mich in Fußballtraining im Tornetz versteckt habe und ich keinen Spaß daran hatte. Das war dann beim Handball offenbar nicht so (lacht).

Der Sportfreund:Und wie bist Du auf der Kreisläufer-Position gelandet?

Martin Schieke: In der D-Jugend wurde ich das erste Mal an den Kreis gestellt, was mir damals noch nicht so viel Spaß gemacht hat. Danach bin ich immer häufiger im Rückraum aufgetaucht. Erst in der B-Jugend hat mich dann noch einmal mein Rheinlandauswahltrainer an den Kreis gestellt. Da ich da dann ganz erfolgreich war und das Ganze auch mehr Spaß gemacht hat, bin ich dabei geblieben.


Das sagt Trainer Volker Schuster:

„Ich freue mich sehr über Martins Zusage, durch die wir einige neue Optionen bekommen, zu denen in der Offensive etwa das Spiel mit zwei Kreisläufern gehören wird. Wir haben auf dieser Position unsere ohnehin schon sehr hohe Qualität noch einmal verbessert: Von den fünf besten Kreisläufern in der Oberliga RPS werden nun drei bei den Sportfreunden Budenheim spielen. Da Martin zudem ein sehr starker Defensivspieler im Abwehrzentrum ist, wird sich auch dort unser Handlungsspielraum erweitern.“


Der Sportfreund: Was waren die Höhepunkte in Deiner bisherigen Sportlerkarriere?


Martin Schieke: Titel konnte leider erst wenige feiern. Von daher sind es eher andere Momente, die ich als Höhepunkte bezeichnen würde: In der Jugend war die DHB-Sichtung ein ziemlich einprägsames Ereignis. Höhepunkt war dann aber die erfolgreiche Qualifikation zur damals neu eingeführten Jugendbundesliga 2011/2012. Später, bei den Herren, hatten wir mit Bingen meistens mit dem Auf- und dem Abstiegskampf nichts zu tun. Hier sind einzelne Siege gegen die Topmannschaften als Höhepunkte zu nennen.

Der Sportfreund: Einer davon war in der Endphase der vergangenen Saison gegen Budenheim. Wie hast Du den erlebt?

Martin Schieke: Wenn ich mich richtig erinnere, war das ein Heimspiel in Bingen. Wie viele vorherigen Spiele gegen Budenheim war auch dieses Spiel sehr umkämpft und knapp. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich kurz vor Schluss das letzte Tor vom Kreis geworfen habe. Dann hört die Erinnerung auch wieder auf (lacht).

Der Sportfreund: Wir haben es kurz nachgesehen: Bingen hatte in den letzten knapp zehn Spielminuten einen 18:22-Rückstand noch in einen 25:23-Heimsieg gedreht – und Du hast dabei nach dem 23:23-Zwischenstand die letzten beiden, entscheidenden Tore erzielt.

Martin Schieke: Echt? Umso besser! (lacht)


Steckbrief Martin Schieke

Geboren: 31. August 1994 in Kirn
Aufgewachsen in Horbruch (Hunsrück) und mittlerweile wohnhaft in Mainz

Größe : 1,94 m
Gewicht: 102 kg
Beruf: Student (Jura) an der Universität Mainz
Wurfhand: Rechts
Position: Kreis

Bisherige Vereine : 1999 – 2010 HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch
                                 2010 – 2020 HSG Rhein-Nahe Bingen



Der Sportfreund: Dich mit eingerechnet spielen in der kommenden Saison drei außergewöhnlich starke Kreisläufer in Budenheim. Wie überzeugst Du Trainer Volker Schuster von (langen) Einsatzzeiten – was sind Deine besonderen Stärken, und was willst Du noch verbessern?


Martin Schieke: Ja, ich denke, dass wir nächstes Jahr ein gutes Trio auf der Kreisposition haben. Als besondere Stärke würde ich zunächst mein Abwehrspiel im Innenblock nennen. Hier will ich allerdings noch meine Beinarbeit weiter verbessern. Im Angriff habe ich ein gutes Stellungsspiel und will aber noch ein bisschen mehr Kraft draufpacken.

Der Sportfreund: Unser ehemaliger Herren-I-Trainer Thomas Gölzenleuchter hat vor etwa drei Jahren eine 3-3-Angriffsformation – also ein Spiel mit drei Kreisläufern – entwickelt und im Fachmagazin Handballwoche vorgestellt. Wäre das aus Deiner Sicht eine mögliche Angriffsvariante für die kommende Saison, wenn Du mit Kevin Knieps und Eike Rigterink gemeinsam auf der Platte stündest?

Martin Schieke: Daran kann ich mich erinnern. Ich kenne zwar nicht die taktischen Einzelheiten dieses Spielsystems, sehe es allerdings nicht so positiv. Denn als Kreis brauchst Du einen gewissen Bewegungsspielraum, um Dich in die Lücken zu bewegen. Das ist bei zwei Kreisläufern noch machbar, bei drei stelle ich mir das allerdings schwierig vor, weil die Bewegung in die Räume so wegfällt. Daher halte ich ein Spielsystem mit maximal zwei Kreisläufern für sinnvoller. Aber ich würde mich natürlich nicht dagegen wehren, sollte Volker das anders sehen.

Der Sportfreund: Hast Du Dein neues Team schon in Deiner Rolle als neuer Spieler kennengelernt?

Martin Schieke: Ja, ich habe einmal montags mittrainiert. Ansonsten hatte ich nach meiner Entscheidung nur mit denen Kontakt, die ich aus Bingen schon kenne.


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Martin Schieke hier noch im gelben Trikot im Duell mit Sportfreunde-Kreisläufer Kevin Knieps. Künftig werden sie mit- statt gegeneinander auf Punktejagd gehen.


Der Sportfreund: Mit Deinen 25 Jahren zählst Du durch die enorme Verjüngung in der vorherigen Saison bereits zu den älteren Spielern im Team. Wie siehst Du Deine Rolle in Deiner neuen Mannschaft?

Martin Schieke: Mich freut zunächst einmal, dass ich dann vermutlich im ‚Team Alt‘ beim Fußball auftauchen werde. (lacht)

Der Sportfreund: ... Weil Team alt naturgemäß immer gewinnt!

Martin Schieke: Genau! Ansonsten denke ich, dass ich selbst noch von anderen lernen und mich so weiterentwickeln kann. Gleichzeitig habe ich jetzt auch schon sieben Jahre Erfahrung im Herrenbereich und kann den jüngeren Spielern auch das ein oder andere weitergeben.

Der Sportfreund: Was möchtest Du mit den Sportfreunden Budenheim erreichen – und was bist Du dafür bereit zu tun?

Martin Schieke: Budenheim hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der Topmannschaften entwickelt. Daher sollte es das Ziel sein, jedes Spiel zu gewinnen. Persönlich möchte ich mich natürlich weiterentwickeln und so ein besserer Spieler werden. Zunächst will ich mich natürlich möglichst schnell in die Mannschaft integrieren. Dazu will ich meinen oben genannten Schwächen arbeiten und so meinen Platz in der Mannschaft schnell finden.

Das Interview führte Ingo Fischer.


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